Bücher zur Ortsgeschichte in der Bücherscheune

 

Seit einiger Zeit gibt es in der Bücherscheune im Stubenhof auch die Begleitbücher der bisherigen Ausstellungen der AG Ortsgeschichte im Bürgerverein zu kaufen.

Zum Schmökern in der dunklen Jahreszeit, zum Verschenken oder selber lesen erwarten sowohl Neubürger als auch gebürtige St. Georgener einige Aha-Erlebnisse und Sie werden nach der Lektüre mit anderen Augen durch den Ort gehen.

Folgende Titel sind erhältlich:

 

„Altes Handwerk“ (5,-€)

Handwerker waren im Dorfleben so wichtig wie die Bauern. Viele Gewerke, wie z. B. Zimmerleute, sind uns noch gegenwärtig, andere sind selten geworden oder gar verschwunden. Vier von ihnen werden im Buch vorgestellt, wie der Untertitel „Von Müllern, Küfern, Zieglern und Seifensiedern“ verrät.

Vorgestellt werden einige Vertreter ihrer Zunft, ihre Arbeitsinhalte und die örtliche bis überregionale Bedeutung einzelner Betriebe sowie die Spuren, die sie im Ortsbild hinterlassen haben.

 

„Häuser erzählen“ (5,-€)

Inspiriert von historischen Fotos haben die Mitglieder der AG-Geschichte sich der Geschichte einiger Häuser gewidmet. Wer hat sie erbaut? Wer hat darin gewohnt? Was weiß man über die BewohnerInnen und was davon ist heute noch zu sehen?

Angefangen beim Häuserbeschrieb von Vinzenz Zahn, dem ersten „Stadtplan“ von St. Georgen über das Urkataster von 1887 bis zu typischen Gehöftformen wird die bauliche Entwicklung des Ortes anschaulich dargestellt.

Die neuen danach vorgestellten Gebäude sind: Storchenbauernhaus, bäuerliches Gehöft Andreas-Hofer-Str.37, Dreiseitgehöft Malteserordensstr. 8, Wohn- und Geschäftshaus Basler Landstr. 88, Geschäftshäuser Basler Landstr. 49, Fridolinskapelle, Kapelle Peter und Paul, Gutleuthaus, Spritzenhaus Malteserordensstr. 5

 

„Wie geht es euch? Mir geht es gut.“ (5,-€)

 Reisen von und nach St. Georgen

Lange Zeit war es für den größten Teil der Bevölkerung nicht möglich einfach zum Vergnügen zu Verreisen. Freizeit haben, Urlaub machen war gerade auf dem Land den meisten unbekannt. Reisen war teuer, beschwerlich und häufig auch gefährlich. Durch die Eisenbahn wurde es immer mehr Menschen möglich andere Orte kennenzulernen. Zumeist waren es anfangs organisierte Reisen wie Wallfahrten oder Vereinsausflüge, die der ländlichen Bevölkerung erste Reiseerfahrungen ermöglichten. Über die Entwicklung von Reiseanlässen, Zielen und Transportmitteln, die den jeweiligen Zeitgeist spiegeln, gibt es im ersten Teil amüsante Berichte.

Der zweite Teil widmet sich der umgekehrten Richtung: St. Georgen als Reiseziel. Welche Anstrengungen hat man hier unternommen, welche Hoffnungen gehegt vom wachsenden Kuchen Tourismus etwas abzubekommen. Es gibt manchen Anlass zum Staunen, wie sehr sich in recht kurzer Zeit Vorstellungen und Ansprüche verändert haben.

 

„Der 1. Weltkrieg in St. Georgen“ (5,- €)

Über den 1. Weltkrieg wurden, wie über andere Kriege auch, viele Bücher geschrieben. Es geht darin um Ursachen, Schlachten, Kriegsverlauf und Folgen. Vergleichsweise wenig wusste man über die Situation der Zivilbevölkerung. Auch in den Chroniken von St. Georgen klafft hier eine Lücke. Das Buch geht deshalb der Frage nach, wie sich der Krieg auf die Situation der Menschen in St. Georgen ausgewirkt hat. Wie hat sich ihr Alltag verändert? Welche Herausforderungen haben sich ihnen gestellt und wie haben sie diese bewältigt? Welche Spuren davon können wir heute noch im Ort finden?

Folgende Themen kristallisierten sich dabei heraus: Kriegsfinanzierung, Einquartierungen, Kriegsgefangene, die kriegswichtigen Industriebetriebe Raimann und Süddeutsche Ölwerke, Pferdelazarett Uffhausen, Feldpost, Situation der Frauen und Kinder sowie der Landwirtschaft, Ernährungslage und Rohstoffmangel, Gedenkkultur und andere.

 

„Aufbruch in die Moderne“ (10,- €)

St. Georgen in der Weimarer Zeit

Die Jahre nach dem 1. Weltkrieg brachten eine Zeitenwende und riesige Transformation mit sich, die den Menschen einiges abverlangte: vom Kaiserreich in die Republik katapultiert kämpften sie mit den Kriegsfolgen, dem Wiederaufbau des Landes und einer unvorstellbaren Inflation. Gleichzeitig hielten neue Techniken und Ideen Einzug. In 18 Kapiteln werden die Themenkreise Politik, Bewältigung der Kriegsfolgen, Modernisierung der Landwirtschaft, Veränderung des Frauenbildes, Ausbau des Gesundheitswesen, Ausbau von Infrastruktur, Entwicklung von öffentlichem und individuellem Verkehr, Ausbau der Infrastruktur, Bebauung und Freizeitgestaltung beleuchtet. Auch die beiden Bürgermeister Adalbert Keller und Adolf Keller, die in dieser Zeit des Umbruchs im Amt waren, werden gewürdigt. Von Errungenschaften dieser Zeit, wie dem Schwimmbad und dem Bau der Schönbergschule, welche 2026 ihr 100-jähriges Bestehen feiern kann, profitieren wir noch heute. Was für uns heute der Glasfaserausbau ist, war damals die Verlegung von Strom- und Gasleitungen. Auch bei anderen Themen zieht man unwillkürlich Vergleiche zu heute.