
Wie auch heutzutage noch, stehen die Erstkommunionkinder des Jahres 1942, die aus den Jahrgängen 1930-33 stammten, zum Gruppenfoto vor der Georgskirche.
Namentlich bekannt sind aus der ersten Reihe Franz Kiefer (2. von rechts) und die beiden Schwestern Veronika Basler (heute Killy) und Ruth Basler (7. und 8. von rechts). Links hinten stehen Vikar Franz Mack und Pfarrer Franz Josef Gutmann. Trotz Kriegszeiten waren alle hübsch gekleidet. Zur Ausstattung gehörten neben weißem Kleid oder schwarzem Anzug eine Erstkommunionkerze, ein Gebetbuch, ein Rosenkranz und bei den Mädchen eine Halskette mit Kreuz.
Damals herrschten strenge Regeln. So galt das Nüchterngebot. Das bedeutete, dass die Kinder vor dem Festgottesdienst mit dem erstmaligen Empfang der heiligen Kommunion nichts essen durften. Manch einer fiel dann während des Gottesdienstes in Ohnmacht.
Gefeiert wurde in der Regel daheim. Es war während des Krieges nicht einfach, die Lebensmittel für so ein Fest zusammenzubekommen. Geschenke bestanden – vor allem bei den Mädchen – meist aus ersten Stücken für die künftige Aussteuer wie z.B. Teile eines Silberbestecks oder eines Geschirrs. Mädchen wie Buben bekamen aber auch oft Blumen – häufig Hortensien – geschenkt. Nach dem Mittagessen gab es eine Mittagsandacht und gegen Abend noch eine Abendandacht.
Erkennen Sie noch weitere Kinder oder haben Sie Fotos oder Dokumente von St. Georgen, die Sie uns (leihweise) zur Verfügung stellen können, dann wenden Sie sich bitte an martinakiefer@frstg.de
______________________________________________________________________________________________________________________
Nach Veröffentlichung des Bildes im St. Georgener Boten erhielten wir die Information, dass das 4. Kind von rechts in der 1. Reihe Ingeborg Dengler geb. Kruppa sei.